Vater – Kind kochen – Degradiert vom Kuechenchef zur Kuechenhilfe

By : | 12 Comments | On : 20. Oktober 2009 | Category : Fast Food Kids, Pizza & Co

Am Wochenende schrien meine Kids nach Burger & Pommes. Da meine Chefköchin und meine Wenigkeit überhaupt keine Lust hatten auf  Burger King & Co, und die Kids nicht locker ließen, einigten wir uns, dass unsere Kids die Burger mit Pommes und Country Potatos unter Anleitung selbst machen durften. Kurzer Hand alles ausgeklügelt mit den Kindern für den noch fehlenden Einkauf, welchen die Großen auch selbst erledigen durften.

Für den Einkauf fehlte eigentlich nur die Hälfte:

Kartoffeln
Senf
Ketchup
Mayonnaise
Burger Brötchen
Rinderhack
Eisbergsalat

Bereits in der Heimfiliale vorhanden waren:

Zwiebeln
Gewürzgurken
Salz – Pfeffer
Paprika scharf
Paprika Edel süß
Schmelzkäsescheiben
Tomaten
Eier
Paniermehl

Nach dem meine Kinder vom Einkaufen zurück waren, mein Sohn schon erledigt, zeigte meiner Tochter voller Elan, das es bei Ihr jetzt erst richtig abging. Also übergab ich das Zepter in der Küche meiner nun fast 9 Jahre alten / jungen Tochter. Ich machte die Zuarbeiten, wie Fritteuse vom Schrank holen und befüllen mit Frittierfett, sowie das erhitzen. Den George Forman Grill anheizen. Der neuen Küchenchefin gefiel es Papa mal so richtig durch die Heimküche zu scheuchen.

Während dessen erklärte ich Ihr wie die Pommes vor & zubereitet werden. Also Kartoffeln schälen und eine Scheibe abschneiden damit die Kartoffel einen festen Stand hat beim weiterschneiden. Dann die Kartoffeln in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Aus diesen Scheiben werden dann dicke Stifte geschnitten.

schalen
Kartoffeln schälen
pommes
Pommes zurecht schneiden
vorbereitete Pommes
vorbereitete Pommes

Nachdem diese von Ihr zurecht gemacht wurden, stürzte Sie sich auf die Country Potatos oder auch Wedges genannt. Dazu werden die Kartoffeln gut gewaschen und in Ecken geschnitten. Die Schale bleibt dran.

wedges
Wedges scneiden

Nachdem dies erst mal erledigt war, musste die Chefin nun auch selbst das Rinderhack vorbereiten für die zukünftigen Burger. Also abschmecken mit Salz, Pfeffer, etwas Senf, Paprika Edel süß und eigentlich feinen Zwiebeln. Zusätzlich für die Hackmasse Paniermehl und ganze Eier. Sie hat dann alles wirklich selbst abgeschmeckt! Natürlich konnte mein Gewissen dies nicht ohne heimliche Überprüfung zulassen, dass meine Tochter die Burger abdreht. Große Überraschung! Es gab wirklich nichts zu nörgeln vom nun degradierten Küchenchef zur Küchenhilfe. Die Hackmasse hätte ich nicht besser abschmecken können. Sie drehte die Burger ab, wobei ich da etwas nachhelfen musste um die passende Größe zu erreichen für die Brötchen. Anschließend mußte Sie die Gurken, Tomaten & den Eisbergsalat schneiden. Zwiebeln in Ringe, den Eisberg in feine Streifen, die Gewürzgurken in Würfel und die Tomaten in Scheiben.

Der in der Zwischenzeit erhitzte Grill, sowie die Fritteuse konnten nun beladen werden. Die noch rohen Pommes und die Wedges wurden einmal Vorfrittiert bei ca. 150°C. Und die Rindfleisch – Burger wurden im Grill bei ca. 160°C gebraten.

frittiert
Pommes vorfrittieren
Rindfleisch Burger braten
Rindfleisch Burger braten

Nachdem Pommes & Wedges bzw. die zukünftigen Country Potatos vorfrittiert waren, durften sie noch einmal ein Bad nehmen der nun vorgeheizten Fritteuse bei ca. 170 – 175°C, um eine Goldbraune Farbe zu erhalten. Die Pommes haben es nicht ganz geschafft. Dafür aber die Wedges.

wedgesgewurzt

Goldbraune Wedges

Also während der Frittiervorgang lief ging es an das belegen der Burger. Die aufgeschnittenen Brötchen wurden ebenfalls etwas Warm gemacht auf dem Grill, welche ich dann auch aufschneiden durfte. Diese wurden bestrichen mit Senf, Ketchup und Mayonnaise und anschließend gut von Ihr belegt mit Eisbergsalat, den fertigen Frikadellen vom Grill, Käse, Tomaten, Zwiebel & Gewürzgurke.

Burger belegen

Burger belegen

Burger belegen II

Burger belegen II

Zum krönenden Abschluss schoss meine Tochter noch eigens für Euch von Ihrem fertig angerichteten Menü namens Marie-Sophie Country Burger Menü ein Bild.

burger menü

Marie-Sophie Country Burger Menü

Ich glaube nach dem misslungenen Emily Erdbeer Rezept, war diese spontane Kocherei für meine Tochter ein voller Erfolg, der vermutlich in nahe Zukunft mit einem neuen Menü von Ihr wiederholt werden sollte.

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Comments (12)

  1. posted by Alexa on 10. Dezember 2009

    So ein leckeres und ziemlich ungesundes Essen! 😉

     
  2. posted by Christina on 26. November 2009

    Burger selbstgemacht, das hatten wir letztin auch bei uns. Hatte hierfür dieses Burgerrezept: Hamburger mit Paparika-Tomaten-Soße Die Kinder waren hellauf begeistert, Burger selbst zu machen, das wird es sicherlich mal wieder geben, diesmal dann mit deinem Rezept! Vielen Dank dafür 🙂

    Liebe Grüße,
    Christina

     
  3. posted by Kochbanause on 24. Oktober 2009

    So lasse ich mir Burger gefallen – schaut lecker richtig lecker aus. In dem Alter durfte ich leider nur zugucken… – das Kind könnte sich ja verletzen 🙁

     
  4. posted by Buntköchin on 24. Oktober 2009

    Burgerspaß mit Kids ist immer super. Ich mache das auch sehr gerne. Die sind dann immer so schön stolz.

     
  5. posted by Jutta on 21. Oktober 2009

    Na, da muss einem ja nicht bange sein, bei dem Nachwuchs, der da herangezogen wird. So einen Burger würde ich auch essen.

     
  6. posted by Heidi on 21. Oktober 2009

    Klasse! Man kann so die Kids animieren Spaß am Kochen zu finden. Gesundes kommt dann von selbst (so in 25-35 Jahren:-)).

     
  7. posted by Isi on 20. Oktober 2009

    Schön habt Ihr das gemacht und das Bild, das deine Tochter machte ist auch klasse. Früher kochte meine Tochter auch gerne mit mir, leider wird das immer weniger (sie ist jetzt 12 ), aber die Liebe zum Kochen, zu gutem Produkten und handgemachten Essen bleibt.

     
  8. posted by gourmet on 20. Oktober 2009

    haha, na siehste, was die kleinen so alles schaffen können, toll!

     
  9. posted by lamiacucina on 20. Oktober 2009

    Vertrauen mit ein ganz wenig Kontrolle: erstaunlich, was Knirpse leisten können.

     
  10. posted by Chefkoch Andy on 20. Oktober 2009

    @Jacob: ich denke mal das es bei meiner Tochter nur für kurze Zeit anhält. Ich muß mit Sicherheit bald wieder ran und mit Ihr zusammen kochen. Aber es macht mir ja auch Spass meinen Kindern etwas zu vermitteln.

    @Eline: Gott sei es gedankt, das Sie sich nicht beim Kochen geschnitten hatte. Ich sage nur Drama! 😉

     
  11. posted by Eline on 20. Oktober 2009

    Das ist eine tolle Bildergeschichte. Und ich bekomme Appetit auf hausgemachte Burger und Pommes (das Burgerbrötchen lass ich gerne weg). Hat sich die kleine Köchin in den Finger geschnitten? Gehört irgendwie auch zum Erlebnis …

     
  12. posted by Jacob on 20. Oktober 2009

    Hallo Andy,

    Eure Entscheidung, die Kinder zu Köche zu befördern war Klasse.
    Schon alleine wegen der Erfolgserlebnis . Dann auch der Genuss danach war viel intensiver als wie fertig aufgetischt.
    Ich kenne das von meiner Tochter. Jedesmal wo Sie ein solches Erfolgserlebnis hatte , war Tagelang wie weggedreht vor gute Laune.
    So lernen die Kinder die Essenszubereitung anders zu schätzen.

    Gruß Jacob

     

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