AEVO – Ausbildung der Ausbilder Teil II

By : | 0 Comments | On : 26. Juli 2008 | Category : Allgemein

Entstehung von Ausbildungsordnungen

Lernen bedeutet Verhaltensänderung

Durch Erfahrung bewirkt
Kann relativ überdauern

Lernziel bedeutet das Endverhalten, das der Azubi nach einer Unterweisung
zeigen soll !

Man unterscheidet Lernziel in :

1. Richtlernziel: ganz allgemein ( Richtungweisend )
* Z.B. : Azubi soll ein guter Facharbeiter werden
2. Groblernziel: Läßt noch zu viel Auslegungsspielraum
*         Z.B.: Azubi soll drehen können, aber was soll er drehen können?!
3. Feinlernziel: ist eindeutig und lässt keine andere Auslegung zu, ist somit überprüfbar
*         Z.B.: Azubi soll auf eine Drehmaschine ein Innengewinde nach Zeichnung herstellen. ( Eindeutige Unterweisung )

Man unterscheidet in 3 Lernbereiche:

1.  Kognitiver Lernbereich: ( Kopf anstrengen )
*         Vermitteln von Kenntnissen
*         Verstehen von zusammenhängen
*         Logisches Denken ( folge richtig )2.      Psychomotorischer Lernbereich: ( Handfertigkeiten )
*         Manuelle Fertigkeiten und Geschicklichkeiten

3.   Affektiver Lernbereich:   ( Gefühl )
*         Ist die inner Einstellung, Werthaltung, Beziehung zu Kollegen, Selbstständigkeit, Pünklichkeit, Beruf

Didaktik: ( Griech.: lehren, unterrichten )
*         Didaktik umfasst alle Überlegungen zur Planung und Gestaltung von Lernsituationen
*         Didaktik gibt antwort auf die Frage Was vermittelt werden soll? ( Was soll vermittelt werden? Fertigkeiten und Kenntnisse!!! )

Methodik: ( Griech.: der weg , die Vorgehensweise )
*         Methodik gibt die Antwort auf die Frage Wie und Womit Lerninhalte vermittelt werden soll.

Die Unterweisung am Arbeitsplatz
1.      Methode

4 Stufen – Methode
1.      Stufe: Vorbereiten und Motivieren
2.      Stufe: Vormachen und erklären
3.      Stufe:  Nachmachen und erklären lassen
4.      Stufe:  Üben und festigen

2.      Methode

Lehrgespräch
*         Mit dem Azubi ins Gespräch kommen über offene Fragen ( W-Fragen )
*         Fragen die aus der Gruppe kommen, in die Gruppe zurück geben.

3.      Methode

Vortrag
*      Frontalunterricht, d.h. der Lehrende steht vor der Gruppe und zieht die   Aufmerksamkeit auf sich
*      Der Vortrag wird gegliedert:
1.      Einleitung ( kurz , Zuhörer neugirig machen
2.       Ausführungen zum Thema
3.   Schlusswort ( Zusammenfassung ) Danke fürs Zuhören
*         Vorteil dieser Methode ist man erreicht viele Personen auf einmal
*         Vorteil Medieneinsatz

4.      Methode

Demonstration
*         Ist Zeigen, Vorführen, Schritt für Schritt am Original wenn es das Objekt an Hand der Größe zu lässt
*         Ist anwendbar als 2.Stufe der 4 Stufen Methode
*         Azubi muss dabei genau beobachten
*         Soll den Wunsch des Nachmachens bekommen
*         Die Demonstration ist eine vorführende und zum Teil eine vortragende Unterweisungsmethode
*         Es werden Kenntnisse vermittelt Kognitiv

5.      Methode

Einzelarbeit

Aktive Methode
Merkmale :
*         Individualisierung des Lehrens und Lernens
*         Steigerung des Lernerfolges durch Eingehen auf persönliche Stärken und Schwächen
*         Der Inhalt ist die Intensive möglichst ungestörte Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand

Zur 5. Methode
Vorgaben
*         Präzise Aufgabenstellung
*         Zeitrahmen
*         Hilfsmittel

6.      Methode

Rollenspiel
*         Simulationsform, d.h. ein Sachverhalt aus Realität wird vom Rollenträger durchgespielt
*         Man unterscheidet zwischen offenes Rollenspiel, d.h.: die Gestaltung der Rolle ist dem Rollenträger überlassen; geschlossenes Rollenspiel: d.h.: es existiert ein Drehbuch
*         Gelerntes veranschaulichen
*         Verhaltenstraining
*         Lernzielkontrolle
*         Affektiver Lernbereich

7.      Methode

Leittextmethode
Bedeutet die Abkehr von der Frontalen Informationsgabe und Lehrsteuerung durch den Ausbilder

*         Azubi soll weitgehend selbstständig lernen und arbeiten
*         Azubi soll systematisch und konzeptionell vor seinen Handlungen Überlegungen anstellen
*         Azubi soll aus seinen Fehlern lernen
*         Fachübergreifende Fähigkeiten = Schlüsselqualifikation wie z.B. : Team– Kommunikations- Konflikt- Kritik- Kooperations- Flexibilitäts-    Mobilitäts- Belastbarkeits- Loyalitäts- Selbstständigkeits- Sorgfältigkeits-  Kreativitätsfähigkeiten und Spürsinn, Ausdauer,  Eigenverantwortung und Menschen Kenntnisse, Durchsetzungsvermögen, Logisches denken, Weiterbildungsbereitschaft, Abstraktionsfähigkeit
*         Die Leittextmethode wird in 6 Stufen unterteilt:

1. Information in Schriftlicher Form
2. Arbeitsplanung ohne Ausbilder planen
3. Entscheidung besprechen mit dem Ausbilder
4. Ausführung durch den Azubi
5. Selbstkontrolle durch den Azubi
6. Beurteilen durch den Ausbilder
*         In der Leittextmethode können alle anderen Methoden integriert werden !!!

8.      Methode

Projektmethode

Grundgedanke ist also eine Aufgabe in einer Gruppe zu bearbeiten
*         In festgelegtem Zeitlichem Rahmen
*         Selbstständig und selbst kontrollierend
*         Arbeitsteilig durch führen lassen

Die Bedingungen:
*         Komplexe Aufgaben
*         Brauchbares und verwendbares Ergebnis
*         Fertigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen sollen verknüpft werden
*         Alle 3 Lernbereiche : Kognitiv, Psychomotorisch und Affektiv
*         Aufgaben sollen Gruppentauglich sein
*         Selbstständigkeit des einzelnen fördern

9.      Methode

Gruppenarbeit  3-5 Personen / 2 Personen Partnerarbeit

*   Ist eine aktive Methode
*   Azubis erarbeiten selbstständig eine vorgegebene Aufgabe
*   Alle Azubis werde aktiv
*   Fördert Teamfähigkeit, Kritikfähig, Konfliktfähig und Kompromissfähig
*   Der Azubi behält ca. 70 % des Lernstoffes

10.  Methode

Diskussion

*         Ist eine aktive Methode
*         Um unterschiedliche Standpunkte aus zu tragen
*         Es geht um eine reine Sachauseinandersetzung an deren Ende neue und erweiterte Erkenntnisse stehen sollen
*         Diskussionsleiter ( Moderator )

11.   Methode

Brainstorming =  Ideensammlung

*         Ist eine aktive Methode / affektiv und kognitiv
*         Kreativer Prozess in Gruppen  zur Lösung von Problemen
*         Jeder drückt spontan und ganz kurz seine Vorschläge aus
*         Diskussion und Kritik sind ausgeschlossen

12.    Methode

Programmierte Unterweisung
( Computer – Based – Training ) ( CBT )

1. Lineares Programm

Lernmotivation = Ist der Innere Zustand des Antriebsseins zum lernen

Primäre Motivation = Ziele die von außen gesteckt werden, z.B.: Ich löse ein Kreuzworträtsel, weil ich etwas gewinnen kann.

Motivationstypen

  • Hoffnung auf Erfolg
  • Furcht vor Misserfolg
  • Hat kein vertrauen in seine Leistungsfähigkeit

Motivationsfaktoren

  • Erfolgserlebnisse schaffen
  • Verantwortung übertragen
  • Als Kollegen akzeptieren
  • Loben, wenn berechtigt ist
  • Gutes Betriebsklima

Share This Post!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.