Handgeschriebenes Kochbuch meiner Uroma

By : | 20 Comments | On : 13. Juni 2009 | Category : Allgemein, Neue Rezepte

Vor kurzem habe ich mir wieder ein altes Kochbuch meiner Uroma vorgenommen. In diesem Kochbuch hat meine Uroma so einige Backrezepte verewigt. Was ich sehr interessant finde in diesem handgeschriebenen Buch, das sind die alten Backrezepte, wie Bremer Klaben, Streuselkuchen oder Wickelkuchen.

Es ist teilweise sehr schwer für mich dieses Buch zu lesen, jedenfalls ist es sehr aufwendig im Internet einzelene Buchstaben zu finden über die einzelenen Sütterlin Buchstaben. Es gibt zwar einige gute Seiten, aber wie das eben im Leben so ist, hat jeder Mensch so seine eigene Handschrift. Natürlich so auch meine Uroma, die teilweise in Sütterlin schrieb und auch Buchstaben aus unserem Alphabet nutzte.

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Um Euch einen kleinen Einblick  in dieses tolle Kochbuch zu gewähren, stelle ich auch ein Rezept daraus ein.

Krümmeltorte

¾ Pfund Mehl
200 g Zucker
125 g Butter
1 Ei
1 Messerspitze Backpulver
1 Pfund Äpfel oder 100 g gute Marmelade

Man macht von allen Zutaten, außer dem Obst, Streusel, die nicht zu groß sein dürfen. Dann gibt man in eine gefettete Tortenform die Hälfte, und drückt sie leicht an. Legt darauf die geschälten in Scheiben geschnittenen Äpfel oder streicht die glett gerührte Marmelade darauf, streut die anderen Streusel darüber und backt die Torte bei mäßiger Hitze , bis das Obst gar ist.

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Die Überschrift kann ich momentan nicht lesen. Einige Zutaten bekomme ich hin wie z.B. Milch, Butter, Mehl und Zucker, aber das war es auch schon! Ich werde die Rezepte demnächst mit in die Senioren Residen nehmen und dort mir helfen lassen von unseren Bewohnern. Mal sehen was dabei heraus kommt!

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Comments (20)

  1. posted by Sandra on 26. März 2010

    Ich finde, dass du alle Seiten in dem Buch sofort einscannen solltest, um sie der Nachwelt zu erhalten, bevor das Papier einreißt oder sonstwie beschädigt wird. So kannst du die Rezepte leicht umschreiben, ausdrucken oder verschicken!

     
  2. posted by Harald Bendschneider on 13. November 2009

    Hallo,

    aus einer handgeschriebenen Rezeptsammlung meiner Oma habe ich jetzt ein Flip-Buch erstellt:

    http://www.pano.szenerien.de/mz3v2.0.1/index.html

    Ich würde mich freuen, wenn ich das nun durch jeweils gegenüber liegende Seiten mit der in lateinischer Schrift geschriebenen Übersetzung vervollständigen könnte.

    Wer kann hier ein Rezept übersetzen?

    Toll reinpassen würden in dieses Flip-Buch dann auch Bilder von den Kuchen und den anderen Gerichten.

    Viele Grüße

    Harald

     
  3. posted by Jutta on 7. August 2009

    Huch, das habe ich nicht gewußt, dass du auch über ein handgeschriebenes Kochbuch gebloggt hast. Und es sieht fast genau so aus wie das von meiner Ur-Ur-Großmutter. Das ist aber toll!

    Schön, dass die Aufzeichnungen heute noch genutzt werden, aktuell sind und sogar andere Menschen (wir Blogger und Blogleser) partizipieren dürfen.

     
  4. posted by Ev on 25. Juni 2009

    Freut mich, dass ich helfen konnte. Mach ich gerne wieder, wenn es was zu entziffern gibt :-).

    Liebe Grüße von der Ev

     
  5. posted by Chefkoch Andy on 25. Juni 2009

    @ EV: vielen Dank für das Endziffern. Du bist damit auch nicht zu aufdringlich! Ich werde jetzt noch rest selber machen und dann komplett einsetzen.

     
  6. posted by Ev on 25. Juni 2009

    Hallo,

    ich hoffe, es ist o.k., wenn ich mal versuche zu „übersetzen“:

    Bei Deinem ersten Bild mit der „Krümmeltorte“ hat Deine Uroma nur Krümeltorte geschrieben.

    Auf dem zweiten Bild kann ich lesen:

    Christstollen
    3 Pfund Mehl
    350 g Butter
    150 g Zucker
    3/8 l Milch
    150 g Sucade (Anmerkung von mir: Das ist wohl Zitronat oder Orangeat)
    1 Pfund Rosinen
    1 Zitrone
    ge… Mandeln
    nach (?) Bedarf
    100 g Hefe , ob dieser genug ist, fragt man ? (könnte heißen: besser beim Bäcker)

    – Mehr kann ich leider nicht entziffern, da das Bild ein bisserl unscharf ist. –

    Hoffe, dass ich nicht zu aufdringlich war und sende liebe Grüße von einer noch lange nicht Seniorin 😉 !

     
  7. posted by Ellja on 17. Juni 2009

    ich hab sowas aus, das sind echte schätze!!! Super Idee, dass Du das hier mal zum Thema machst.

     
  8. posted by Johannes on 17. Juni 2009

    Super, da kannst Du ja richtig stolz sein so ein Büchlein zu besitzen. Ich hege und pflege alte Rezepturen meiner Mutter auch sehr.

     
  9. posted by Chefkoch Andy on 16. Juni 2009

    @ Barbara: Ich habe bereits ein Lieblingsrezept darin für Kekse. Es scheinst so als wäre es ein Englisches Keksrezept. Ich werde es demnächst auch einstellen.

    @ Chris: Mit sicherheit werde ich daraus noch Rezepte einstellen.

     
  10. posted by Chris on 16. Juni 2009

    Wie viele Seiten umfasst das Buch? Stellst du noch weitere Rezepte daraus online?

     
  11. posted by Barbara on 16. Juni 2009

    Ich kann mich nur anschließen – tolle Sache! Christstollen kann ich auch lesen, weiter unten 1 Pfund Rosinen – aber dann wird’s schwierig. Früher haben die Leute gerne Sütterlin mit modernen Buchstaben gemischt, das bringt mich auch total durcheinander… Mein Vater kann es ganz gut lesen, aber ich rätsle nur.

    Wirst Du auch mal etwas nachbacken?

     
  12. posted by Chefkoch Andy on 15. Juni 2009

    @ hanna: Das solltest Du wirklich mal machen, das lohnt sich bestimmt!

    @ Buntköchin: Da werde ich bestimmt in der nächsten Zeit machen.

    @ Kochbanause: Kann Dir wirklich nur empfehlen das Handschriftlich fest zuhalten, so mache ich das auch mit speziellen Rezepte.

    @ lamiacucina: Da bin ich meiner Uroma und meiner Oma auch sehr Dankbar drüber.

    @ kochend-heiss: Hoffentlich veräts Du uns dann auch ein paar Rezepte daraus.

    @ Kaffeeklatsch: Viele Dank für den Tipp “Christstollen” . Ich vermute mal das dieses Buch so in den 50zigern geschrieben wurde, jedenfalls dem Einband nach zu beurteilen. Genaues weiß ich leider nicht. Meine Uroma stammte aus dem Bremer Raum. Und Ja, ich denke das nicht nur Uroma darein geschrieben hatte, sondern auch meine Oma. Siehe Krümmeltorte und darunter “Christstollen”. Sieht jedenfalls so aus.

    @ gourmet: Lass Dir dass nicht entgehen.

     
  13. posted by gourmet on 15. Juni 2009

    Wow, toll so ein altes Kochbuch, ich sollte mir die Rezepte meiner Oma auch mal in Abschrift geben lassen… 🙂

     
  14. posted by Kaffeeklatsch on 14. Juni 2009

    Die Überschrift in Sütterlin heißt „Christstollen“ soweit ich das entziffern kann. Da eines meiner Hobbys Rezeptforschung ist, also die Geschichte von verschiedenen Gerichten, würde mich interessieren aus welchem Zeitraum das handgeschriebene Kochbuch deiner Uroma ist und aus welcher Gegend sie kam. Haben vielleicht mehrere Personen darin geschrieben (siehe verschiedene Schriftarten?) Die Krümmeltorte ist ja so eine Art Streuselkuchen, aber in dieser Version kenne ich den noch nicht. Grüße Petra

     
  15. posted by kochend-heiss on 14. Juni 2009

    Alte Kochbücher finde ich so toll. Mit meiner Oma habe ich auch erst kürzlich über alte Rezepte gesprochen und will demnächst auch mal was machen, das ich aus meiner Kindheit kenne und was nur Oma gut kochen kann. Mal schauen, ob es was wird. 🙂

     
  16. posted by lamiacucina on 14. Juni 2009

    toll, wenn man so was authentisches hat übernehmen dürfen.

     
  17. posted by Kochbanause on 14. Juni 2009

    Schade, ich konnte Sütterlin mal lesen und sogar schreiben. Aber leider habe ich es wieder verlernt. Aber die Senioren helfen sicher gerne 🙂

    Aber ein wirklich tolles Vermächtnis. Leider habe ich versäumt mir die Rezept von meiner Oma geben zu lassen, da sie wirklich gut backen und kochen konnte. Naja, so langsam erarbeiten wir es uns ja selbst… aber so Originalrezepte, noch dazu handschriftlich, sind schon etwas ganz besonderes… wir hinterlassen mal „nur“ Blogs

     
  18. posted by Buntköchin on 14. Juni 2009

    Interessantes Dokument. Da sind bestimmt einige Koch-Kostbarkeiten drin, mit denen du uns überraschen kannst.

     
  19. posted by hanna on 14. Juni 2009

    schöne idee, dass du auch mal solche ein ererbtes juwel vorstellst.
    ich habe auch ein paar alte kochbücher, die ich immer mal wieder als inspiration vorhole. die rezepte müssen zwar meistens „entstaubt“ werden, aber man findet so das eine oder andere interessante.

     

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